Neue Suche | Filtern: von bis  

Formale Varianten in Wörterbüchern

  • etw. an den (fünf/zehn) Fingern herzählen (können) (LdSpR – ‚Finger‘).

Diachrone Angaben dazu in Wörterbüchern

  • WddU – ‚Finger‘: „16. Jh“

  • WddU – ‚Finger‘: „19. Jh.“

Transformationen

Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:

  • 97,7% im Aktiv (A) / 2,3% im Passiv
  • 95,5% in positiver Form (+) / 4,5% in negierter Form
  • 95,5% als Aussage / 4,5% als Frage (?)
  • 2,3% satzwertig (S) / 97,7% satzteilwertig

Bedeutungen

  • (a) etw. sehr genau und auswendig wissen (35✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Adelung: sehr genau

    • LdSpR – ‚Finger‘: es genau wissen und geläufig aufsagen können

  • (b) etw. leicht begreifen oder vorraussehen (können) (6✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Borchardt: es ohne große Überlegung begreifen können

    • Duden 11 – ‚Finger‘: sich etw. leicht denken können, etw. leicht voraussehen

    • Duden 11 – ‚Hand‘: sich etw. leicht denken können, etw. leicht voraussehen können

    • LdSpR – ‚Finger‘: es ohne große Überlegung begreifen können; von einer leichten Aufgabe gesagt, die man spielend, wie ein Schulkind mit den Fingern, lösen kann

    • WddU – ‚Finger‘: etw mühelos, ohne weiteres begreifen können

    • WddU – ‚Finger‘: etw ohne weiteres begreifen können

  • (c) eine Aufzählung mit Hilfe der Finger machen (2✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • (d) eine kleine Menge zählen (1✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • (e) sich die Zeit vertreiben (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • In den Belegen wird das Phrasem zu 100% idiomatisch  und zu 0% wörtlich gebraucht
  • In 2,3% der Belege wird der phraseologische Gebrauch metasprachlich angezeigt
  • Explizite Hinweise auf die Bedeutung des Phrasems finden sich in 0% der Belege

Gebrauch

Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:

  • (a) Belletristik: 88,6%
  • (b) Zeitungs-/Zeitschriftentext: 0%
  • (c) Fachtext: 11,4%

Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet:

  • (a) konzeptionell mündlicher Kontext: 15,9%
  • (b) konzeptionell schriftlicher Kontext: 84,1%

Beschreibung der kulturhistorischen Entwicklung

Angaben in Wörterbüchern

  • WddU – ‚Finger‘: „Kinder lernen an den Fingern das Zählen und Rechnen mit kleinen Zahlen“