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(a) jmdm. stehen die Haare zu Berge (269✕) ⇗

Formale Varianten in Wörterbüchern

  • jmdm. stehen die Haare zu Berge (Adelung).

  • jmdm. stehen die Haare zu Berge (Borchardt).

  • jmdm. gehen die Haare zu Berge (DWB – ‚haar‘).

  • jmdm. stehen die Haare gen Berge (DWB – ‚gen‘).

  • jmdm. stehen die Haare zu Berge (Duden 11 – ‚Haar‘).

  • jmdm. stehen die Haare zu Berge (LdSpR – ‚Haar‘).

  • jmdm. stehen die Haare zu Berge (WddU – ‚Haar‘).

Diachrone Angaben dazu in Wörterbüchern

  • WddU – ‚Haar‘: „1500 ff.“

  • WddU – ‚Haar‘: „1900 ff.“

Transformationen

Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:

  • 97,4% im Aktiv (A) ⇗ / 1,5% im Passiv ⇗
  • 97% in positiver Form (+) ⇗ / 3% in negierter Form ⇗
  • 98,5% als Aussage ⇗ / 1,5% als Frage (?) ⇗
  • 7,1% satzwertig (S) ⇗ / 92,9% satzteilwertig ⇗

Bedeutungen

  • (a) stehen wie borsten in die höhe u. s. w., als zeichen des erschreckens, grausens (269✕) ⇗
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Adelung: vor Schrecken, vor Grausen

    • Borchardt: bezeichnet den höchsten Grad von Schauder oder Entsetzen beim Ansehen oder Anhören von etwas Schrecklichem

    • DWB – ‚haar‘: entsetzen, schreck und angst machen, dasz das haar von der kopfhaut sich emporhebt

    • DWB – ‚starren‘: stehen wie borsten in die höhe u. s. w., als zeichen des erschreckens, grausens

    • DWB – ‚sperre‘: nämlich vor furcht oder entsetzen

    • Duden 11 – ‚Haar‘: jmd. ist in höchstem Maß erschrocken, entsetzt

    • LdSpR – ‚Haar‘: bezeichnet den höchsten Grad von Schauder oder Entsetzen beim Ansehen oder Anhören von etwas Schrecklichem

    • WddU – ‚Haar‘: er ist entsetzt

    • WddU – ‚Haar‘: darüber ist er entsetzt

  • In den Belegen wird das Phrasem zu 99,3% idiomatisch ⇗ und zu 0,7% wörtlich ⇗ gebraucht
  • In 0,4% der Belege ⇗ wird der phraseologische Gebrauch metasprachlich angezeigt
  • Explizite Hinweise auf die Bedeutung des Phrasems finden sich in 5,2% der Belege ⇗

Gebrauch

Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:

  • (a) Zeitungs-/Zeitschriftentext: 0%
  • (b) Fachtext: 3,3% ⇗
  • (c) Belletristik: 96,7% ⇗

Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet:

  • (a) konzeptionell schriftlicher Kontext: 84% ⇗
  • (b) konzeptionell mündlicher Kontext: 16% ⇗

Beschreibung der kulturhistorischen Entwicklung

Angaben in Wörterbüchern

  • LdSpR – ‚Haar‘: „In der Tat hat man bei großem Grauen ein Gefühl, als ob einem die Haare emporstiegen (daher haarsträubend). Die Redensart findet sich auch in der Bibel: »Und da der Geist an mir vorüberging, stunden mir die Haare zu Berge an meinem Leibe« (Hiob 4,15)“

  • WddU – ‚Haar‘: „Geht zurück auf Hiob 4,15.“