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(a) sich ins Fäustchen lachen (49✕) 

Formale Varianten in Wörterbüchern

  • sich ins Fäustchen lachen (Adelung).

  • Über etwas in das Fäustchen lachen (Borchardt).

  • sich in die Faust lachen (DWB – ‚Faust‘).

  • sich ins Fäustchen lachen (DWB – ‚sich‘).

  • sich ins Fäustchen lachen (Duden 11 – ‚Fäustchen‘).

  • sich ins Fäustchen lachen (LdSpR – ‚Faust‘).

  • sich ins Fäustchen lachen (WddU – ‚Fäustchen‘).

Diachrone Angaben dazu in Wörterbüchern

  • WddU – ‚Fäustchen‘: „16. Jh.“

  • WddU – ‚Hand‘: „1920 ff.“

Transformationen

Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:

  • 100% im Aktiv (A) / 0% im Passiv
  • 100% in positiver Form (+) / 0% in negierter Form
  • 98% als Aussage / 2% als Frage (?)
  • 22,4% satzwertig (S) / 77,6% satzteilwertig

Bedeutungen

  • (a) schadenfroh, verschmitzt lachen, eigentlich verbunden mit einer Gebärde: heimlich hinter der vorgehaltenen Hand lachen (49✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Adelung: sich heimlich darüber freuen, besonders über den Schaden eines andern

    • Borchardt: schadenfroh lachen

    • Borchardt: heimlich lachen

    • DWB – ‚Faust‘: lachen verbergen, kichern, selten in gutem sinn, meist in übelm, schadenfroh lachen,

    • Duden 11 – ‚Fäustchen‘: von heimlicher Schadenfreude, Genugtuung sein

    • LdSpR – ‚Faust‘: schadenfroh, verschmitzt lachen, eigentlich verbunden mit einer Gebärde: heimlich hinter der vorgehaltenen Hand lachen

    • WddU – ‚Fäustchen‘: schadenfroh lachen

    • WddU – ‚Hand‘: heimtückisch lachen

  • In den Belegen wird das Phrasem zu 100% idiomatisch  und zu 0% wörtlich gebraucht
  • In 0% der Belege wird der phraseologische Gebrauch metasprachlich angezeigt
  • Explizite Hinweise auf die Bedeutung des Phrasems finden sich in 0% der Belege

Gebrauch

Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:

  • (a) Belletristik: 98%
  • (b) Fachtext: 2%
  • (c) Zeitungs-/Zeitschriftentext: 0%

Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet:

  • (a) konzeptionell schriftlicher Kontext: 71,4%
  • (b) konzeptionell mündlicher Kontext: 28,6%

Beschreibung der kulturhistorischen Entwicklung

Angaben in Wörterbüchern

  • Duden 11 – ‚Fäustchen‘: „Die Wendung bezieht sich auf die typische Gebärde des heimlichen Lachens hinter vorgehaltener Hand.“

  • LdSpR – ‚Faust‘: „Die Redensart ist seit frühneuhochdeutscher Zeit belegt, z.B. in den Fastnachtsspielen: »Der teufel in sein feustchen lacht«; bekannt geworden ist sie dann vor allem durch Luther, der die Redensart in Sir 12, 19 benutzt: »Seinen Kopff wird er schütteln, vnd jnn die Faust lachen, dein spotten vnd das Maul auffwerffen«. 1512 verwendet Murner in der ›Narrenbeschwörung‹ (19,49) den Ausdruck: »durch syne finger lachen« ( Finger). Bei dem Prediger Mathesius heißt es: »vergießen unschuldig blut und lachen darzu in die faust«. Vgl. niederländisch ›in zijn vuistje lachen‹; französisch ›rire dans sa barbe, sous cape‹; englisch ›to laugh in one's sleeve‹ und schon lateinisch ›in sinu gaudere‹ (sich im Bausch des Gewandes, im stillen freuen). | [Faust , S. 1665] | | Thomas Murner gebraucht auch durch die Finger lachen: heimlich lachen; vgl. ›Sich ins Fäustchen lachen‹. | [Finger , S. 1761]“

  • WddU – ‚Fäustchen‘: „Meint eigentlich die vorgehaltene Hand, hinter der man lacht. Ursprünglich hieß es »sich in die Faust lachen«.“