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Formale Varianten in Wörterbüchern

  • die Hand übers Herz legen (Adelung).

Transformationen

Das Phrasem wird in den Belegen folgendermassen verwendet:

  • 100% im Aktiv (A) / 0% im Passiv
  • 100% in positiver Form (+) / 0% in negierter Form
  • 100% als Aussage / 0% als Frage (?)
  • 0% satzwertig (S) / 100% satzteilwertig

Bedeutungen

  • (a) seinen Empfindungen Raum geben (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Adelung: seinen Empfindungen Raum geben

  • (b) betheuernd; zur hindeutung, wie gedanke und wort übereinstimmen (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • DWB – ‚legen‘: betheuernd

    • DWB – ‚herz‘: bei betheuerungen

    • DWB – ‚hand‘: betheuernd; zur hindeutung, wie gedanke und wort übereinstimmen

  • (c) rufen wir heute jemandem zu, wenn wir ihn ermahnen wollen, ehrlich seine Meinung, seine Überzeugung auszusprechen (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • Borchardt: rufen wir heute jemandem zu, wenn wir ihn ermahnen wollen, ehrlich seine Meinung, seine Überzeugung auszusprechen

    • Duden 11 – ‚Hand‘: sei/seien Sie ehrlich!; sage/sagen Sie die Wahrheit!

    • LdSpR – ‚Hand‘: rufen wir heute jemanden zu, wenn wir ihn ermahnen wollen, ehrlich seine Meinung, seine Überzeugung auszusprechen

  • (d) jmds. Herzschlag spüren (0✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • (e) Geste zur Beruhigung (2✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • (f) ehrlich, aufrichtig sein (1✕) 
    Angaben dazu in Wörterbüchern
    • OLdPhras: -

  • In den Belegen wird das Phrasem zu 33,3% idiomatisch  und zu 66,7% wörtlich  gebraucht
  • In 0% der Belege wird der phraseologische Gebrauch metasprachlich angezeigt
  • Explizite Hinweise auf die Bedeutung des Phrasems finden sich in 0% der Belege

Gebrauch

Das Phrasem kommt in folgenden Textsorten vor:

  • (a) Zeitungs-/Zeitschriftentext: 0%
  • (b) Fachtext: 0%
  • (c) Belletristik: 100%

Das Phrasem wird in folgenden sprachlichen Kontexten verwendet:

  • (a) konzeptionell schriftlicher Kontext: 66,7%
  • (b) konzeptionell mündlicher Kontext: 33,3%

Beschreibung der kulturhistorischen Entwicklung

Angaben in Wörterbüchern

  • Duden 11 – ‚Hand‘: „Die Redensart bezieht sich auf eine früher übliche Gebärde beim Ablegen eines Eides.“

  • LdSpR – ‚Hand‘: „Die Redensart hat sich auch noch im Kinderbrauch als Form der eidesstattlichen Versicherung erhalten; hier liegt auch ihr Ursprung: Im Mittelalter war es eine symbolische, eigentlich die innersten Kräfte aufrufende und herbeiziehende Handlung bei der Eidesablegung mittels Handanlegung ( Eid). Nach altem Ritus hielten die Schwörenden etwas in der Hand, legten ihre Hand an oder auf etwas oder berührten es – Männer im Heidentum den Schwertgriff, im Christentum Reliquien, Frauen nach altem Volksglauben die linke Brust und den Haarzopf. Selbst Geistliche und Fürsten legten ihre Rechte auf Brust und Herz“